Infoveranstaltung & Anreise zum 3. Oktober in Hannover

3.octInfoveranstaltung zu den Protesten
Dienstag, 23.09.14
Infoladen Salbke [LIZ]
Beginn 19 Uhr

Infos zur organisierten Anreise: ak-antifa@riseup.net

 

Der Nation in den Rücken fallen!
Gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Hannover

Am 3. Oktober feiert die Nation die formelle Übernahme der DDR durch die
BRD im Jahr 1990. Das Spektakel nennt sich Einheitsfeier und findet am
nationalen Feiertag jährlich jeweils in verschiedenen deutsche Städten
statt. Dieses Jahr wird Hannover der Schauplatz der Deutschlandparty sein.

Ein antinationales Bündnis mobilisiert gegen die Feierlichkeiten unter
dem Motto „Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung,Leistungszwang“. Damit
gemeint ist die Rolle des deutschen Staat als europäischer und globaler
Player auf dem Wirtschaftsmarkt. In Konkurrenz zu anderen hat sich
Deutschland in der Krise in Europa als Gewinner heraus kristallisiert.
Es treibt die Ausgrenzung an den europäischen Grenzen weiter voran und
schottet sich gegen die die vor Verfolgung, Krieg und Hunger flüchtenden
immer massiver und militärischer ab. Der Grund weshalb diese Menschen
einen gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa in Kauf nehmen
wird oftmals nicht genannt. Diese sind zu finden in (deutscher)
Kolonialgeschichte, deutscher Außenpolitik und dem Handel deutscher
Waffen mit dikatorischen Regimen.

Reichtum und Erfolg sowie das ausgerufene Ende der letzten Krise
zeichnen sich in Deutschland deshalb ab, weil in Regionen der Welt
Menschen hungern und unter miesen Bedingungen ihr letztes (nämlich ihre
Arbeitskraft) verkaufen. Durch globale Handelsabkommen werden
selbstproduzierende Menschen nieder konkurriert.

Nach innen sorgt der deutsche Staat für Recht und Ordnung: durch Justiz,
Polizei und im Notfall das Militär. Wer nicht arbeiten gehen will oder
für wen es keine vernünftige Arbeit mehr gibt ist angewiesen auf ein
willkürliches und regressives Sozialsystem – Hartz IV. Die Regelsätze
reichen kaum zum Leben und sind schon gar nicht an den Bedürfnissen von
Menschen orientiert. Bei Delikten wie Diebstahl oder Fahren ohne
Fahrschein schlägt das Gewaltmonopol dann mit aller Härte zu. Die
Gefängnisse der Metropolen sind voll mit Menschen, die letztendlich auf
Grund ihrer sozialen Situation dort landen.

Wir finden, dass dies genug Gründe sind am 3. Oktober nicht zu feiern
sondern auf die Straße zu gehen und der deutschlandfeiernden Meute vor
die Füße zu rotzen. Für eine gemeinsame Anreise könnt ihr uns gerne per
Mail (und pgp) kontaktieren: ak-antifa@riseup.net

Bei der Infoveranstaltung am 23. Septeber im infoladen [Salbke] gibt es
sowohl eine inhaltiche Einführung in die Proteste als auch praktische
Informationen zum Tag. Die Veranstaltung wird 19:00 Uhr beginnen. Wir
freuen uns über eure Beteligung.

By all means necessary
against nationalism, racism & fascism!

Aufruf und weitere Infos zur Demo am 3. Oktober: www.oct3.net

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